be Belgien: Brüssel 28.11.2005

Ankunft 11:32 (erstaunlicherweise pünktlich) mit dem ICE im Südbahnhof (Zuidstation/Gare du Midi) angekommen. Im Südbahnhof soll es einen Frama-Automaten geben. Auf dem Lageplan findet sich auch ein Postamt, das leider nicht auf den Hinweisschildern steht. Ich habe auch ziemlich suchen müssen, bis ich es schließlich draußen (Ausgang Engelandstraat) gefunden habe. Der Automat hängt tatsächlich im Postamt, ist nur während der Schalterzeiten zugänglich und funktionierte. Das Postamt war so voll, daß ich nur ein paar Kleinwerte gezogen habe und erstmal weitergefahren bin. Mit einer Tageskarte für 3,80 Euro ist das deutlich billiger als in Köln.

Im Nordbahnhof (Nordstation/Gare du Nord) hängt der Automat mit den gemischten Zifferntypen. Auch hier wieder das Problem, das Postamt zu finden - ich habe hinterher festgestellt, daß ich mehrfach direkt dran vorbeigelaufen bin. Hier ist das Postamt im Bahnhof (1. Stock wie der Hauptteil des Bahnhofs) in der Nähe des abgesperrten Metro-Bereichs. Während die postquietschkanariengelben Postämter in Deutschland schon von weitem unangenehm auffallen, sind die belgischen Postämter nur an einem kleinen roten Emblem zu erkennen. Der Automat war leider defekt. Also weiter.

Die Metrostation De Brouckère liegt unter dem gleichnamigen Platz, an dem wiederum das gleichnamige Postamt liegt. Das ist diesen Frühjahr umgezogen. Im Münzzentrum (Munt Center/Centre de Monnaie) sind aber noch die Postembleme zu sehen, und es hängt ein Frama-Automat dort, der aber leider außer Betrieb war.

Im neuen Gebäude hängt im Selbstbedienungsbereich (der leider nur von 06:00 - 23:00 Uhr zugänglich ist) der einzige Wincor-Noxdorf-Automat Belgiens. Nur hier gibt es die ATM Brüssel De Brouckère. Hier hatte ich Glück, denn der Automat war in Betrieb! Ich habe schnell festgestellt, daß der Automat nicht von Wincor-Nixdorf, sondern vom portugiesischen Hersteller Newvision stammt. Wincor-Nixdorf hat vermutlich nur die Software für Belgien angepaßt und die Waage hinzugefügt. Wobei das mit der Waage nicht so recht geklappt hat.

Als erstes »Phototermin« um festzuhalten, was der Automat so kann: Niederländisch, Französisch, Deutsch und Englisch, dann die 6 Tastenwerte für die niedrigste Gewichtsstufe und das passende Porto für den gewogenen Brief ausgeben - aber keine frei wählbaren Wertstufen. Immerhin gibt es Quittungen , aber leider auf Thermopapier. Mein falkgefalteter Stadtplan von Brüssel wiegt 156 Gramm, und tatsächlich wurden die passenden Wertstufen angezeigt, darunter die 4,20, die zusammen mit dem 0,50-Tastenwert das Porto für ein Einschreiben nach Deutschland (0,70 plus 4,00) ergibt. Erstmal zwei Tastensätze mit Einzelquittungen gezogen, was ziemlich lange dauerte und zu einem Stau nörgelnder Postkunden führte.

Also erstmal ins Postamt rein und einen Satz stempeln lassen. Da muß man eine Nummer ziehen, je nach gewünschter Dienstleistung eine andere. Die Erläuterungen gab es nur auf Niederländisch und Französisch. Das Stempeln hat der Schalterbeamte bis auf den Höchstwert auch gut hinbekommen. Dann habe ich einige Briefe vorbereitet, unter anderem 14 Standardbriefe an verschiedene Sammlerfreunde.

Wieder an den Automaten. Diesmal hat der Automat auch bei meinem Stadtplan nur die 6 Tastenwerte angezeigt und abgegeben, obwohl das Gewicht richtig angezeigt wird. Da ist offenbar ein Problem bei der Kommunikation zwischen Waage und Markendrucker. Also habe ich erst einmal alle ATM für Standardbriefe mit Einzelquittungen gezogen. Dabei habe ich mehrfach nörgelnde Postkunden vorgelassen. Brüsseler scheinen ziemlich quengelig zu sein, und Deutsch kann natürlich keiner, nur Französisch, obwohl Deutsch offizielle Amtssprache in Belgien ist... Englisch kann auch kaum jemand.

Schließlich hatte ich alle ATM gezogen und bin wieder zum Schalter, wieder eine lange Wartezeit, aber die Schalterbeamtin hat alle Briefe schön sauber gestempelt.

Jetzt blieben noch ein paar Einschreiben, die ich machen wollte. Ich hatte mich seelisch schion darauf eingestellt, statt der von mir gewünschten Kombination 4,20 + 0,50 auf 5x 0,80 + 0,70 zurückgreifen zu müssen, aber oh Wunder die Programmwerte waren wieder da! Damit konnte ich meine Einschreiben machen und habe mir außerdem noch den Höchstwert gezogen.

Dann nochmal ins Postamt, Nummer gezogen, gewartet und die Einschreiben aufgegeben. Das hat wieder gut geklappt, aber in diesem Postamt schein immer sehr viel los zu sein.

Als ich wieder aus dem Postamt kam, war der Automat außer Betrieb. Schade, ich hätte gern noch ein paar ATM zu Tauschzwecken gezogen. Immerhin blieb dadurch etwas Zeit, um mir die Innenstadt von Brüssel anzusehen. Das war auch schön!

Fazit: Die Hälfte der vier von mir besuchten Automaten war außer Betrieb, darunter der Automat mit den gemischten Nullen. Immerhin lief der Newvision Automat einigermaßen. Die belgische Post scheint nicht besonders daran interessiert zu sein, die Briefmarkenautomaten in Funktion zu halten. Schade!


Copyright ©2005, 2006 Martin Stricker.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die mir Informationen über ATM haben zukommen lassen!
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Erstellt am Di, den 29.11.2005 von Martin Stricker.
Zuletzt geändert am Do, den 13.04.2006 um 23:12.